Endoskopische ISG-Behandlung an Brust- und Lendenwirbelsäule 

Bei der endoskopischen Illiosakralgelenks- (ISG) Behandlung  wird die Führungsoptik (Endoskop) zum Bandscheibenvorfall herangeführt.

MultiZYTE® Sacroiliac

Endoskopische Behandlung des Iliosakralgelenks

Die Prävalenz eines ISG-Syndroms bei diagnostizierten Rückenschmerzen liegt bei 15 % bis 30 %. Nach vorheriger lumbaler Operation kann diese weitaus höher sein, insbesondere bei lumbaler oder lumbosakraler Fusion. Bei Patienten mit vorheriger lumbosakraler Fusion liegt die Prävalenz eines ISG-bedingten Schmerzes bei 43 % und ist damit eine der häufigsten Ursachen für Rückenschmerzen.
Typischerweise zeigt sich das Iliosakralgelenk-Syndrom als einseitiger oder beidseitiger lumbosakraler Rückenschmerz, der bei bestimmten Bewegungen und auch durch längeres Liegen enorm verstärkt werden kann. Er kann auch in das Gesäß oder den Oberschenkel ausstrahlen. Im Durchschnitt betreffen 45 % der Fälle das rechte und 35 % der Fälle das linke ISG. Eine bilaterale Symptomatik lässt sich in 20 % der untersuchten Fälle nachweisen.  

Der Grund dafür ist: Die deutlich erhöhte Inzidenz degenerativer Veränderungen im Iliosakralgelenk nach lumbaler oder lumbosakraler Fusion, nämlich 75 % gegenüber 38,2 %
in der Kontrollgruppe. Die Schmerzbehandlung des ISG-Syndroms mit MultiZYTE® Sacroiliac folgt demselben Grundprinzip wie bei der Facettengelenksbehandlung beschrieben.

Jeder Eingriff an der Wirbelsäule, so auch ein endoskopischer, muss zuvor durch eine klinische Diagnostik, Magnetfeld-Resonanz-Tomographie (MRT) und/oder Computer-Tomographie (CT) sowie durch konventionelle Röntgenaufnahmen sorgfältig abgeklärt werden.

Im Vorfeld werden diagnostische Infiltrationen in den betroffenen Wirbelsäulenabschnitten durchgeführt.

Kommt es anschließend immer wieder nur zu einer zeitlich begrenzten Beschwerdebesserung bzw. -freiheit, so bietet sich hier, ähnlich wie bei den Facettengelenken, eine endoskopische elektrothermische Denervierung.

Aufgrund der anatomischen Begebenheiten ist eine Behandlung mit vielen einzelnen Thermonadeln wie bei den Facettengelenken technisch schwierig bei wechselnden, teils unbefriedigenden Ergebnissen.

Aufgrund der positiven Studienergebnisse sowie eigener Erfahrungswerte, sehen wir derzeit die endoskopische Behandlung des Iliosakralgelenks als Goldstandart in den
Behandlungsoptionen in Kurznarkose. Hierzu wird ein stationärer Aufenthalt von zwei Tagen nötig.

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